Umbau ehemalige Knabenschule

Seit Mai 2021 läuft der Umbau an der früheren Knabenschule in Kemberg, Wittenberger Straße 33. Nach den archäologischen Ausgrabungen im März und April sind seither die Handwerker verschiedenster Gewerke zugange. Bereits abgeschlossen sind Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten, auch das Fundament wurde gesichert. Der Außenputz ist zur Straßenseite hin inzwischen fertig. Er hat eine sandfarbene Tönung und gibt dem historischen Haus nach Entfernen der Rüstung ein sehr erfreuliches Aussehen. Auch Steinmetzarbeiten waren an der Fassade notwendig, vor allem die Sandsteingewände an den alten Fenstern wurden hergerichtet. Fertig oder noch im Erneuerungsprozess befinden sich drinnen der Putz, zudem Elektrik, Heizung und Sanitäranlagen sowie Trocken- und Rohbau. Vorbereitungen laufen für den neu zu schaffenden Anbau, der auf der Hofseite entsteht. Hier finden ein weiteres Treppenhaus, die Sanitäranlagen sowie ein Aufzug Platz.

In dem historischen Gemäuer, erbaut Mitte des 16.Jahrhunderts und zuletzt bis Mitte der 1990er Jahre zu Wohnzwecken genutzt, wird eine kulturhistorische Begegnungsstätte entstehen. Ein Nutzungsvertrag der Stadt mit dem Kultur- und Kunstverein Kemberg besteht bereits. Im Erd- und ersten Obergeschoss gibt es vor allem Räume für Ausstellungen, Versammlungen und ein Büro. Platz finden soll in dem geschichtsträchtigen Haus vor allem eine Schau zu den archäologischen Funden am Burgwall in Kemberg. In bisher zwei Ausgrabungs-Abschnitten konnten einzigartige Entdeckungen gemacht werden. Diese Funde aus der späten Bronzezeit können hier angemessen und dauerhaft präsentiert werden.

Die Kosten für das Projekt „Umbau der früheren Knabenschule zur kulturhistorischen Begegnungsstätte“ betragen auf Grundlage der Ausschreibung etwa 1,88 Millionen Euro. Fördermittel gibt es bis zu 1,455 Millionen Euro. Gefördert wird das bauliche Vorhaben  aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - EFRE 2014-2020“, welcher Zuwendungen zur Förderung von Investitionen zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von CLLD (Sachsen-Anhalt KULTURERBE)“ gewährt.