Update 11. März 2026, 12:50 Uhr:
Das Gesundheitsamt des Landkreises Wittenberg bearbeitet weiter intensiv die Kontaktnachverfolgung und Testreihe zum Ausbruch der Tuberkulose, der zwei Kitas und einen Hort in den Kemberger Ortsteilen Dabrun und Wartenburg betrifft. Allen Kontaktpersonen, bei denen ein sofortiger Tuberkulose-Test erforderlich ist, konnte bis jetzt ein Testangebot unterbreitet werden. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Tests der Kontaktpersonen in den vergangen Tagen bereits erfolgt.
Wichtig: Die Ergebnisse dieser Testreihe werden bis zum Ende der Woche erwartet. Im Falle eines positiven Ergebnisses wird die betroffene Familie unverzüglich telefonisch und schriftlich kontaktiert und über die weiteren Maßnahmen informiert. Alle anderen Kontaktpersonen bitten wir um etwas Geduld. Eine schriftliche Mitteilung des negativen Ergebnisses mitsamt Terminbestätigung für einen eventuell notwendigen zweiten Test wird Ihnen schnellstmöglich übersandt.
Landrat Christian Tylsch: „Wichtig ist jetzt, weiterhin gut mit dem Gesundheitsamt zusammen zu arbeiten. Das hat bislang mit allen Beteiligten hervorragend funktioniert. Ein frühzeitiger Test und das Mitarbeiten bei den prophylaktischen Maßnahmen lassen uns die Kontrolle über den Ausbruch behalten. In einigen Wochen werden wir dann immer mehr und mehr Gewissheit erhalten, wie sich die Lage entwickelt. Bis dahin gibt es zwar keine Entwarnung, aber auch keinen Grund für Panik. Bitte teilen Sie keine Gerüchte oder Vermutungen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Wittenberg wird fortlaufend über die Entwicklung der Lage informieren“. Auch das Bürgertelefon des Landkreises (03491-806 4000) wird zu den normalen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung für Fragen bis mindestens Freitag erreichbar bleiben.
Der betroffene Indexfall befindet sich weiterhin in Isolation und medizinischer Behandlung. Er ist bislang der einzige bekannte Fall, der nachweislich erkrankt und ansteckend ist. Im näheren Umfeld wurden bei drei weiteren Personen positive Tests festgestellt. Das bedeutet, dass der Test anzeigt, dass diese Personen Kontakt zum Tuberkulose-Bakterium hatten. Das bedeutet nicht zwingend, dass diese Personen erkrankt sind oder andere anstecken können. Alle drei werden von einem Tuberkulose-Experten medizinisch betreut.
Update 05.03.2026 – 21:15 Uhr
Nach dem bestätigten Tuberkulose-Fall bei einer Betreuungsperson im Umfeld von Kindertageseinrichtungen im Raum Kemberg laufen die Ermittlungen des Gesundheitsamtes weiter. Derzeit wird von mehr als 160 möglichen Kontaktpersonen ausgegangen. Etwa die Hälfte davon konnte bereits telefonisch erreicht werden. Weitere Kontaktaufnahmen folgen, gegebenenfalls auch schriftlich oder durch Hausbesuche.
Die Kontaktpersonenermittlung erfolgt schrittweise und beginnt bei Personen mit besonders engem Kontakt – darunter vor allem Kinder sowie Personen mit gesundheitlichen Risikofaktoren. Betroffene Familien werden direkt über die notwendigen Untersuchungen und das weitere Vorgehen informiert.
Welche medizinischen Maßnahmen erforderlich sind, hängt vom Alter der betroffenen Kinder und Jugendlichen ab. Dazu gehören je nach Situation Tuberkulose-Tests, Röntgenuntersuchungen oder – bei jüngeren Kindern – vorsorgliche Antibiotika-Behandlungen.
Kontaktpersonen ohne Krankheitssymptome dürfen die Einrichtungen weiterhin besuchen. Nur tatsächlich erkrankte Personen dürfen Gemeinschaftseinrichtungen nicht betreten.
Die vollständigen Informationen zum aktuellen Stand und zum medizinischen Vorgehen finden Sie in der Präsentation des Elternabends, die hier als PDF abrufbar ist.
Stand der Informationen: 04.03.2026 -14:00 Uhr
Bei einer Betreuungsperson der Kita “Elbspatzen” im Kemberger Ortsteil Dabrun und des dortigen Hortes wurde eine ansteckende, offene Lungentuberkulose festgestellt. Das Gesundheitsamt untersucht derzeit, welche Kinder engen Kontakt hatten. Eltern betroffener Kinder werden persönlich informiert. Der Mitarbeiter war vor wenigen Wochen auch in der Kita “Plapperkiste” in Wartenburg im Einsatz. Hier gelten die gleichen Regelungen.
Wir möchten Sie über die erforderlichen Maßnahmen des Infektionsschutzes informieren und so darauf hinwirken, weitere Erkrankungen zu verhindern.
Landrat Christian Tylsch: “Wir nehmen die Situation ernst und ich appeliere an alle Betroffenen, mit dem Gesundheitsamt zusammen zu arbeiten. Die Ursache für die Erkrankung ist bekannt und der betroffene Mitarbeiter ist isoliert in medizinischer Behandlung. Tuberkulose ist kein akuter Grund zur Sorge, wenn sie medizinisch adäquat behandelt wird. Das ist in Deutschland der Fall. Sie ist zum Beispiel in Entwicklungsländern eine Herausforderung.”
Am Mittwoch werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Strukturen aufbauen, um den Ausbruch der Krankheit möglichst einzudämmen. Es gibt Erkenntnisse, dass auch längere Aufenthalte mit infektiösen Patienten häufig nicht zu Ansteckungen führen.
Am Donnerstag um 18 Uhr wird Landrat Christian Tylsch mit den Experten des Gesundheitsamtes eine Elternversammlung in der Turnhalle in Kemberg durchführen. Ab sofort steht das Bürgertelefon des Landkreises Wittenberg in der Zeit von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 03491-806 4000 für Fragen zur Verfügung.
Neue Informationen finden Sie unter folgendem Link:
www.landkreis-wittenberg.de/tbc/
