Kemberg - Neujahr

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

 

Neun Jahre haben wir gemeinsam bei einem Neujahrsempfang Bilanz gezogen. Dieses zehnte Jahr ist anders. Ein außergewöhnliches Jahr ist zu Ende gegangen. Außergewöhnlich, weil so etwas Kleines wie ein Virus so große Auswirkungen auf unser Leben, unser Arbeiten, unser Miteinander hat. Vor allem das Miteinander ist es, das wir 2020 schmerzlich vermisst haben. All die schönen Feste in den Ortsteilen, von Vereinen, Kindern und Senioren konnten nicht stattfinden.

Der amerikanische Schriftsteller Henry Miller hat einmal gesagt: „Leben ist das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.“ In der Tat gibt es wohl niemanden, der sagen kann, dass 2020 so abgelaufen ist, wie er es sich vorgestellt hat.

Vorgenommen hatten wir uns im Stadtgebiet von Kemberg einiges für das Jahr 2020. Vieles ist realisiert worden, z. B. wurde Hard- und Software für die Grundschulen der Stadt angeschafft. Die Grundschule Dabrun hat einen neu gestalteten Schulhof und einen besseren Ein- und Ausstieg an der Buswendeschleife bekommen. Zusammen wurden dafür rund 450.000 Euro investiert. Auch der Rundweg am Bergwitzsee wurde weiter gebaut, etwa 520.000 Euro wurden hierfür ausgegeben.

Einiges werden wir mit in das Jahr 2021 hinübernehmen, den Ausbau des Alten Museums zur kulturhistorischen Begegnungsstätte in Kemberg etwa. Weiter gebaut wird am Dorfgemeinschaftshaus Selbitz.  Geplant sind umfassende Sanierungsarbeiten am Kemberger Rathaus, die Sanierung von Feuerwehr-Gerätehäusern und einigen Teichen. Für anderes wie den Turnhallen-Ersatzneubau in Bergwitz haben sich inzwischen neue Türen geöffnet, auch der Ausbau der Schmiedeberger Straße in Kemberg rückt näher.

Zwar sind die Auswirkungen des Corona-Virus auch im städtischen Haushalt spürbar (Stichwort Gewerbesteuer), dennoch haben wir ambitionierte Pläne aufgestellt. Das Haushaltsdefizit im neuen Jahr wird voraussichtlich bei 2,5 Millionen Euro liegen. Ohne Förderung ist kaum eine Baumaßnahme zu stemmen. Das ist auch der Grund, warum die Friedhofshalle in Kemberg noch immer nicht saniert ist.

Eine erfreulichere Bilanz weisen die Zahlen bei Feuerwehren und Geburten auf. Die Zahl der Feuerwehr-Einsätze ist minimal auf 135 gesunken, die Zahl der aktiven Einsatzkräfte sowie der Mitglieder bei Kinder- und Jugendwehren blieb stabil. Geboren wurden im vergangenen Jahr 53 Kinder, 18 Mädchen und 35 Jungen. Ehen wurden 28 in der Stadt geschlossen, vier davon im besonderen Trauzimmer im Kemberger Stadtturm.

Möge das Jahr 2021 besser werden als sein Vorgänger. Es wird wieder eine Zeit kommen für einen dankbaren Händedruck, eine herzliche Umarmung, für gesellige Stunden. Ich möchte allen Dank sagen: den Ehrenamtlichen für ihr Engagement, den Unternehmen für ihre Stärke, den zu Untätigkeit Verpflichteten für ihr Durchhalten. Ich weiß: Die Lasten in der Gesellschaft sind im Moment mehr als ungleich verteilt.

Lassen Sie uns achtsam sein in den kommenden Monaten, mit Blick auf das Wohl unserer Mitmenschen und unser eigenes. Ich wünsche Ihnen allen Gesundheit, Glück und Wohlergehen. Und dass es gelingt, 2021 langsam wieder zum normalen Leben zurückzukehren.

Ihr Bürgermeister

Torsten Seelig

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